Steuer­informationen

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23.02.2017

Elektronische Bestätigung für Spenden

Die zunehmende Technisierung und Digitalisierung zieht vermehrt in die Finanzämter ein. Nun rückt das Ende der "Papier-Spendenbescheinigung" näher. Diese kann aktuell bereits als PDF-Datei und in absehbarere Zeit auch voll elektronisch übermittelt werden.

Das aktuelle BMF-Schreiben zu diesem Thema hat festgelegt, dass Zuwendungsbestätigungen nach amtlich vorgeschriebenen Muster in Form von schreibgeschützten Dateien übermittelt werden können.

Damit die elektronische Übermittlung möglich ist, muss der Zuwendungsempfänger seinem zuständigen Finanzamt die Nutzung eines Verfahrens zur maschinellen Erstellung von Zuwendungsbestätigungen anzeigen.

Auswirkungen auf die Praxis:
Zukünfitg heißt es dann von den gemeinnützigen Organisationen und Vereinen: "Ihre Spendenquittung schicken wir Ihnen per E-Mail zu".
Die Archivierungsfrist beim Empfänger der Quittung beträgt dadurch nur noch 7 anstatt 10 Jahre.

Grundlegende Änderungen beim Spender ab 2017:
Anstelle der Belegvorlagepflicht tritt die Belegvorhaltepflicht. D.h. der Sepndenbeleg ist nur noch auf Verlangen der Finanzbehörde vorzulegen.

BMF, Schreiben vom 6.2.2017

26.01.2017

Registrierkassen

Ab 1.1.2017 müssen viele digitale Aufzeichnungsgeräte aufgerüstet sein.
Denn bereits mit der sog. Kassenrichtlinie 2010 (BMF, Schreiben v. 26.11.2010) hat die Finanzverwaltung erhöhte Anforderungen insbesondere an elektronische Kassen festgelegt.
Die darin enthaltene Übergangsregelung lief zum 31.12.2016 ab. Hinweise dazu, sowie Tipps zur Vorgehensweise haben Sie, liebe Mandanten, bereits erhalten.

Neben den Registrierkassen sind auch Waagen mit Registrierkassenfunktion, Taxametern oder Wegstreckenzählern betroffen.

Alle steuerlichen Einzeldaten müssen unveränderbar und vollständig aufgezeichnet und aufbewahrt werden.Zudem gilt es auch die Auswertungs- und Programmierdaten oder erfolgte Änderungen der Stammdaten, zu speichern. Das Benutzerhandbuch, Anleitungen, Programmierprotokolle, etc. sind aufzubewahren.

Diesen Anforderungen werden nicht alle derzeit noch betriebenen Kassen gerecht. Sofern ein Update der Software nicht genügt, wird oftmals eine Neuanschaffung anstehen. Aktuell ist zudem ein sog. Kassengestz verabschiedet worden. Darin werden die Anforderungen nochmals erhöht mit dem Ziel, insbesondere eine latent drohende Steeurverkürzung bei Bargeschäften zu mindern.
Diese Änderungen werden aber frühestens ab 2020 Wirkung entfalten.
 

20.12.2016

Öffnungszeiten über Weihnachten

Für die gute Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen in uns und unsere Arbeit bedanken wir und herzlich
und wünschen Ihnen und Ihrer Familie ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest sowie genügend Zeit für die Menschen, die Ihnen nahestehen.

Getreu dem Zitat von Katherina von Siena 1347-1380:
"Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten"
wünschen wir Ihnen einen guten Start ins neue Jahr und Durchhaltevermögen für alle vorgenommenen Ziele.

Unsere Kanzlei ist vom 24.12.2016 bis 6.1.2017 geschlossen.

08.12.2016

Neue Urteile im Bereich der Scheinselbständigkeit

Scheinselbständigkeit ist inzwischen weniger ein Problem des Steuerrechts, sondern überwiegend des Sozialversicherungsrechts. Dies wird auch zukünftig ein Schwerpunkt der Prüfung durch die Deutsche Rentenversicherung sein.

Wer selbständige Mitarbeiter in seinem Betrieb beschäftigt, hat hier dringend Handlungsbedarf.
Die Kriterien für die Scheinselbständigkeit wurden verschärft. Es wird hier nicht mehr nur auf verschiedene Auftraggeber abgestellt, sondern auf das Gesamtbild der Beschäftigung.
Und hier ist man nach den neuen Maßstäben sehr schnell in einem Anstellungsverhältnis.

Das kann bei Prüfungen dann zu hohen Nachzahlungen an Sozialversicherungsbeiträgen führen.

Falls Sie hiervon betroffen sind, sprechen Sie uns gerne an.

08.11.2016

Wann eine gewerbliche Infizierung bei ärztlichen Gemeinschaftspraxen eintritt

Wenn Ärzte in ihrer Gemeinschaftspraxis neben freiberuflichen auch gewerbliche Tätigkeiten ausüben, kann die gesamte Praxistätigkeit als Gewerbebetrieb anzusehen sein, so dass Gewerbesteuer anfällt.

Die OFD Frankfurt am Main hat nun in ihrer Verfügung vom 16.8.2016 dargestellt, wann eine solche gewerbliche Infizierung bei einer sog. integrierten Versorgung eintritt.
Dies ist z.B. durch den gewerbliche Anteil der Fallpauschalen möglich.

Die OFD erklärt weiter, dass die Gesamttätigkeit einer Gemeinschaftspraxis aber erst dann gewerblich infiziert ist, wenn bestimmte Bagatellgrenzen überschritten werden. Diese Schwellenwerte hatte der BFH mit Urteilen vom 27.8.2014 aufgestellt.

Hinweis:
Auch der Verkauf von Kontaktlinsen durch Augenärzte oder von Mundpflegeartikeln durch Zahnärzte kann als gewerbliche Tätigkeit dazu führen, dass die gesamte Tätigkeit der ärztlichen Gemeinschaftspraxis zum Gewerbebetrieb wird.